Die IoT-Lizenzfalle: Warum Sie für kostenlose Software bezahlen – und wie unser Modell 60% spart

26. Januar 2026
Timo WevelsiepTimo Wevelsiep

Der IoT-Markt hat ein offenes Geheimnis. Eines, über das Dienstleister ungern sprechen, weil es ihr Geschäftsmodell gefährdet.

Wenn Sie sich nach einer IoT-Plattform umsehen, werden Sie mit Hochglanz-Broschüren und proprietären Markennamen überhäuft. Doch wer unter die Haube schaut, findet dort oft nur Open-Source-Technologie – häufig ThingsBoard, Grafana oder ChirpStack – die neu verpackt ("White-Labeling") und teuer weiterverkauft wird.

Das Problem dabei: Sie zahlen Lizenzgebühren für Software, die eigentlich frei ist. Und Sie zahlen meist pro Gerät.

Bei merkaio halten wir diesen Ansatz für falsch. Wir glauben: Sie sollten für echte Ingenieursleistung bezahlen – für den Aufbau, den sicheren Betrieb und die individuelle Anpassung – nicht für künstliche Lizenzen.

Inhaltsverzeichnis

Die Rechnung: SaaS vs. Infrastructure-Pricing

Lassen Sie uns das konkret durchrechnen. Wir vergleichen ein typisches "White-Label-SaaS" Angebot mit dem merkaio Build & Operate Modell.

Szenario: Ein mittelständisches Unternehmen möchte 500 Sensoren betreiben.

Modell A: Der klassische SaaS-Anbieter

Position Berechnung
Preis pro Gerät 3,00 € / Monat (Marktüblicher Schnitt)
Monatliche Kosten 500 × 3,00 € = 1.500 €
Jahreskosten 18.000 €

Nachteil: Wenn Sie auf 2.000 Geräte skalieren, vervierfachen sich Ihre Kosten linear.

Modell B: Der merkaio Weg (Managed Infrastructure)

Bei uns zahlen Sie für die Infrastruktur und den Betrieb. 500 Geräte verbrauchen kaum CPU-Leistung. Ein solider, dedizierter Stack reicht völlig aus.

Position Kosten
Infrastruktur-Fee (Server, Backups, Traffic) pauschal
Managed Ops Fee (Updates, Security, 24/7 Monitoring) pauschal
Typische Gesamtkosten ca. 600 € / Monat
Jahreskosten 7.200 €

Die Ersparnis: 10.800 € pro Jahr (60%)

Und das Beste: Wenn Sie auf 2.000 Geräte skalieren, steigen unsere Kosten nur minimal (z. B. auf 800 € für einen größeren Server). Die Schere geht immer weiter auseinander.

"Aber Open Source ist doch kostenlos – wofür bezahle ich euch?"

Das ist die entscheidende Frage. Wenn die Software (ThingsBoard/ChirpStack) nichts kostet, warum ist die Rechnung von merkaio nicht 0 €?

Die Antwort: Software ist wie Baumaterial. Wir sind die Architekten und Handwerker.

Ein Haufen Ziegelsteine ist noch kein Haus. Und ein heruntergeladener Server ist noch keine sichere IoT-Plattform. Unsere Wertschöpfung besteht aus drei Säulen:

1. Build (Der Aufbau)

Wir installieren nicht einfach Standard-Software. Wir designen eine Architektur, die zu Ihrem Case passt.

  • Welche Datenbank ist die richtige? (PostgreSQL vs. TimescaleDB)
  • Wie sichern wir die Gateways ab? (VPN-Tunnel, Zertifikate)
  • Wie skalieren wir, wenn die Datenlast steigt?

Ob Kühlkettenüberwachung oder Industriemonitoring – jeder Use Case hat eigene Anforderungen.

2. Operate (Der Betrieb)

Das ist unser Kerngeschäft. Software altert. Server fallen aus. Festplatten laufen voll.

  • Wir spielen Sicherheits-Updates ein, bevor Hacker Lücken finden.
  • Wir überwachen das System 24/7 (Heartbeat-Monitoring).
  • Wir kümmern uns um Backups und Disaster Recovery.

Sie zahlen dafür, dass Sie nachts ruhig schlafen können. Mehr dazu unter Managed Hosting.

3. Customize (Die Anpassung)

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Standard-Plattformen stoßen oft an Grenzen. Über unsere Division merkaio dev schließen wir die Lücken:

  • Decoder: Wir programmieren Parser für komplexe Industriemaschinen.
  • Integration: Wir schieben Daten nicht nur aufs Dashboard, sondern direkt in Ihr SAP oder ERP.
  • Apps: Wir bauen individuelle Web-Frontends oder mobile Apps für Ihre Endkunden, die auf der Plattform aufsetzen.

Fazit: Sie zahlen nicht für das "Recht, die Software zu nutzen" (Lizenz), sondern für die Arbeit, sie nutzbar zu machen (Engineering).

Keine Fesseln: Ihr Stack, Ihre Daten

Der größte versteckte Kostenfaktor bei proprietären Anbietern ist der Vendor Lock-in.

Da Sie keinen Zugriff auf die Datenbank haben, können Sie den Anbieter nicht verlassen, ohne Ihre Datenhistorie zu verlieren.

Bei merkaio gilt: Es ist Ihr Stack.

Wir nutzen offene Standards. Wenn Sie eines Tages entscheiden, den Betrieb selbst zu übernehmen, übergeben wir Ihnen die Schlüssel (Datenbank-Dump, Config-Files). Sie sind bei uns, weil wir gut sind – nicht, weil Sie gefangen sind.


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Häufige Fragen

Warum kostet merkaio Geld, wenn die Software Open Source ist?
Software ist wie Baumaterial – wir sind Architekten und Handwerker. Sie zahlen für Aufbau, sicheren Betrieb und individuelle Anpassung.
Wie viel kann ich mit dem Infrastructure-Pricing sparen?
Bei 500 Geräten typischerweise 60% (10.800€/Jahr) gegenüber klassischem SaaS mit pro-Gerät-Abrechnung.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich merkaio verlasse?
Es ist Ihr Stack. Wir übergeben Datenbank-Dump und Config-Files – kein Vendor Lock-in.

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