merkaio edge pro: Die IoT-Appliance, die große Plattformen hassen
Große IoT-Plattformen hassen das.
Nicht weil es unseriös wäre. Sondern weil es ihr Geschäftsmodell in Frage stellt.
Wir haben eine Appliance gebaut, die das tut, wofür andere monatliche Gebühren pro Sensor, pro Nachricht und pro Gigabyte verlangen – für einen einmaligen Betrag. Keine Cloud, keine Abhängigkeit, keine Überraschungen auf der Rechnung.
Das ist die merkaio edge pro.
Das SaaS-Pricing-Problem im IoT
IoT-Cloud-Plattformen haben ein Preismodell perfektioniert, das auf den ersten Blick günstig wirkt und auf den zweiten teuer wird. Die Mechanik ist immer dieselbe:
Per-Device-Gebühren. Eine kleine monatliche Gebühr pro Sensor klingt harmlos. Bei 10 Sensoren überschaubar. Bei 100 Sensoren wird es spürbar. Bei 500 Sensoren wird es zum Budget-Risiko – jeden Monat, für Software, die auf dem Server des Anbieters läuft und die Sie nie besitzen werden.
Per-Message-Gebühren. Manche Plattformen rechnen nach Nachrichten ab. Ein Temperatursensor, der alle 15 Minuten sendet, erzeugt knapp 3.000 Nachrichten pro Monat. 100 Sensoren: 300.000 Nachrichten. Die Kosten skalieren linear – und zwar nach oben.
Datenvolumen-Gebühren. Andere berechnen nach gespeicherter Datenmenge. Sobald Sie historische Analysen über Monate oder Jahre fahren wollen, steigen die Kosten linear an. Oder der Anbieter begrenzt die Retention – und Ihre Langzeitdaten sind weg.
Versteckte Zusatzkosten. API-Zugriff, zusätzliche Dashboards, SMS-Alarmierung, Benutzerlizenzen, White-Label-Optionen – all das kostet extra. Der Einstiegspreis ist ein Lockangebot. Die reale Rechnung sieht anders aus.
Wir haben das in unserem letzten Beitrag ausführlich analysiert: Die IoT-Plattform-Falle zeigt, wie Unternehmen teure Lizenzen für Software zahlen, die eigentlich Open Source ist.
Einmalig vs. Wiederkehrend: Eine Rechnung
Der fundamentale Unterschied zwischen SaaS und Edge-Infrastruktur liegt in der Kostenstruktur:
| Kostenposition | IoT-SaaS-Plattform | merkaio edge pro |
|---|---|---|
| Anschaffung | Gering bis keine | Einmalige Investition |
| Monatliche Gebühren | Pro Sensor/Nachricht/Daten | Keine |
| Skalierungskosten | Linear steigend mit jedem Gerät | Konstant (bis zur Hardware-Kapazität) |
| Zusatzfeatures | Meist kostenpflichtig | Inklusive (Open Source) |
| Langfristige Kosten | Kontinuierlich, unbegrenzt | Einmalig + optionaler Managed Service |
| Kostenplanung | Variabel, schwer kalkulierbar | Fix, transparent |
Der Break-Even liegt bei typischen Deployments in wenigen Monaten. Danach arbeitet die Appliance kostenneutral weiter – während SaaS-Gebühren Jahr für Jahr anfallen.
Und das noch bevor berücksichtigt wird, dass SaaS-Anbieter ihre Preise jederzeit erhöhen können. Ihre Hardware bleibt, was sie ist.
Vendor Lock-in: Das eigentliche Problem
Die laufenden Kosten sind das eine. Das eigentliche Risiko ist die Abhängigkeit.
Proprietäre Datenformate. Viele IoT-Plattformen speichern Ihre Daten in internen, nicht-dokumentierten Formaten. Ein Export – falls überhaupt möglich – liefert bestenfalls CSV-Dumps ohne Kontext. Gerätekonfigurationen, Regeln, Dashboards? Nicht portierbar.
Kein Datenbankzugriff. Bei den meisten SaaS-Plattformen haben Sie keinen direkten Zugriff auf die zugrundeliegende Datenbank. Ihre Daten gehören dem Anbieter – faktisch, nicht juristisch.
Plattform-Abschaltung. Was passiert, wenn der Anbieter verkauft wird, Preise verdreifacht oder den Dienst einstellt? Sie stehen ohne Infrastruktur da. Migration bedeutet: alles neu aufbauen.
Fehlende Interoperabilität. Proprietäre APIs, eigene Geräte-Onboarding-Prozesse, nicht-kompatible Datenmodelle. Jeder Wechsel wird zum Projekt.
Das ist kein theoretisches Risiko. Es passiert. Regelmäßig. Und je größer Ihr IoT-Deployment wird, desto schmerzhafter wird ein Wechsel.
Die Alternative: merkaio edge pro
Die merkaio edge pro ist ein anderer Ansatz. Kein Cloud-Service, sondern eine physische Appliance, die in Ihrem Netzwerk steht und Ihnen gehört.
Was sie ist: Ein lüfterloser Industrie-PC im robusten Metallgehäuse, optimiert für Hutschienen-Montage im Schaltschrank. Vorinstalliert mit einem vollständigen IoT-Stack – betriebsbereit in unter einer Stunde.
Was sie ersetzt: Die komplette IoT-Cloud-Infrastruktur. LoRaWAN Network Server, Device Management, Datenbank, Dashboards, Alarmierung, MQTT Broker – alles läuft lokal.
Was sie kostet: Einen einmaligen Betrag. Keine monatlichen Gebühren, keine Per-Device-Kosten, keine Überraschungen.
Der Tech-Stack: 100 % Open Source
Unter der Haube der edge pro laufen ausschließlich etablierte Open-Source-Komponenten:
ChirpStack – Der LoRaWAN Network Server. Verwaltet Gateways, Geräte und die gesamte Funk-Kommunikation. Unterstützt alle LoRaWAN-kompatiblen Sensoren unabhängig vom Hersteller: Milesight, Dragino, Decentlab, Elsys und viele mehr.
ThingsBoard – Device Management und Rule Engine. Verarbeitet eingehende Daten, steuert Geräte, bildet Regeln und Workflows ab. Die Community Edition ist vollständig Open Source.
Grafana – Visualisierung und Dashboards. Erstellen Sie beliebig viele Dashboards für beliebig viele Benutzer. Keine User-Lizenzen, keine Dashboard-Limits.
Mosquitto – MQTT Broker für die Kommunikation zwischen Services und externen Systemen.
Node-RED (optional) – Visuelle Programmierung für Datenflüsse, Transformationen und Integrationen.
Dedizierte Firewall – Trennt das IoT-Netzwerk sauber von der Firmen-IT. Sicherheit per Design, nicht per Nachbesserung.
All diese Komponenten sind frei verfügbar. Sie könnten sie theoretisch selbst installieren und konfigurieren. Die edge pro nimmt Ihnen genau diese Arbeit ab – professionell integriert, getestet und betriebsbereit.
Und das Entscheidende: Sie haben vollen Root-Zugang. Jederzeit. Wenn Sie morgen entscheiden, dass Sie die Box selbst betreiben oder einen anderen Dienstleister beauftragen wollen – kein Problem. Kein Telefonat mit dem Vertrieb, keine Freischaltung, kein Kleingedrucktes.
Offline-fähig und latenzfrei
Ein Aspekt, den Cloud-Anbieter systematisch herunterspielen: Internet-Abhängigkeit.
Wenn Ihre Sensorik über eine Cloud-Plattform läuft und die Internetleitung ausfällt, stehen Ihre Dashboards still. Alarme werden nicht ausgelöst. Daten gehen verloren oder werden bestenfalls gepuffert.
Die edge pro arbeitet vollständig lokal. Kein Internet nötig – weder für den LoRaWAN-Empfang noch für die Datenverarbeitung, Visualisierung oder Alarmierung. Alles läuft im lokalen Netzwerk, mit Latenzen im Millisekundenbereich.
Für KRITIS-Umgebungen, Produktionsanlagen und überall dort, wo Ausfälle keine Option sind, ist das kein Feature – es ist eine Grundvoraussetzung.
Use Cases: Wo die edge pro ihren Platz findet
Wasser- und Energieversorger. Fernwirktechnik, die auch bei Stromausfall und Internet-Abriss funktionieren muss. KRITIS-konforme Datenverarbeitung ohne Cloud-Risiko.
Produktion und Shopfloor. Sensible Fertigungsdaten, die das Werksgelände nicht verlassen dürfen. Schutz von Intellectual Property und Compliance mit Industriestandards wie TISAX.
Gesundheit und Forschung. Strikte Trennung von IoT-Daten und sensiblen Patientennetzen. Datenschutz by Design – nicht by Vertragsklausel.
Smart Buildings und Facility Management. Raumklima, Energiemonitoring, Belegung – alles lokal erfasst und visualisiert. Ideal für Gebäude mit eingeschränkter oder unzuverlässiger Internetanbindung.
Landwirtschaft und Remote-Standorte. Mit optionalem LTE-Modul arbeitet die edge pro auch an Standorten ohne bestehende Netzwerkinfrastruktur vollständig autark.
Optional: Managed Service statt Eigenregie
Wer die Vorteile lokaler Infrastruktur will, aber keinen eigenen Admin-Aufwand – dafür gibt es merkaio ops.
Über einen sicheren, ausgehenden Wartungstunnel (kein Port-Forwarding, keine Firewall-Änderungen nötig) übernimmt unser Team:
- Updates und Security-Patches – immer aktuell, immer sicher
- 24/7 Monitoring – Speicher, Temperatur, Systemgesundheit
- Backup und Disaster Recovery – tägliche Sicherung, schnelle Wiederherstellung
- Sicherer Wartungstunnel – verschlüsselt, von innen initiiert
Cloud-Komfort. Im eigenen Serverraum.
Fazit: Eigentum schlägt Miete
Das SaaS-Modell im IoT hat seine Berechtigung – für Prototypen, Proof-of-Concepts und Deployments mit wenigen Geräten. Aber sobald Sie skalieren, wird es teuer. Und sobald Sie Datenhoheit brauchen, wird es riskant.
Die merkaio edge pro ist die konsequente Alternative: Einmalige Kosten, volle Kontrolle, offene Standards. Keine Abhängigkeit von einem Anbieter, keiner Cloud, keinem Preismodell, das gegen Sie arbeitet.
Häufige Fragen
Was genau ist die merkaio edge pro?▼
Wie wirtschaftlich ist die edge pro im Vergleich zu SaaS?▼
Welche Software läuft auf der edge pro?▼
Funktioniert die edge pro auch ohne Internet?▼
Was passiert bei einem Hardware-Defekt?▼
Gibt es Vendor Lock-in bei der edge pro?▼
Geschrieben von
Timo Wevelsiep
Co-Founder & CEO
Co-Founder von merkaio. Baut IoT-Infrastruktur und Managed Operations für Unternehmen weltweit. Fokus auf LoRaWAN, Open-Source-IoT-Plattformen und skalierbare Sensor-Deployments.
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