Grafana vs ThingsBoard für IoT

Timo WevelsiepTimo Wevelsiep

Grafana und ThingsBoard tauchen oft im selben IoT-Stack auf, sind aber nicht austauschbar. Grafana ist stark für Observability und Dashboards. ThingsBoard bringt Device Management, Rule Chains und Applikationslogik mit.

Diese Knowledge-Seite ist die kurze Entscheidungsversion. Der längere redaktionelle Deep-Dive liegt hier: ThingsBoard vs Grafana.

Inhaltsverzeichnis

Kurzantwort

Grafana passt, wenn Dashboards, Alerts und Observability über Time-Series-Daten im Fokus stehen. ThingsBoard passt, wenn Devices, Mandanten, Rule Chains und kundenseitige IoT-Logik Teil des Produkts sind.

Feature-Fit für IoT

Kriterium Grafana ThingsBoard
Stärke Dashboards, Alerts und Observability über viele Datenquellen. IoT-Applikationsplattform mit Devices, Assets, Rule Chains und Dashboards.
Device Management Meist extern über ChirpStack, Inventarsysteme oder eigene Apps. Im Plattformmodell enthalten.
Datenquellen Sehr stark mit Prometheus, InfluxDB, PostgreSQL und anderen Stores. Stark, wenn Device-Daten im Plattformmodell liegen sollen.
Kundenportale Möglich, aber oft mit zusätzlicher Applikationsentwicklung. Näher an einer mandantenfähigen IoT-Applikation.
Alerting Starkes Observability-Alerting und Routing. Rule-Chain-Aktionen und plattformspezifische Workflows.
Betrieb Dashboards, Datenquellen, Auth und Alert-Zustellung betreiben. Plattform, Devices, Datenbank, Queues, Regeln und Nutzermodell betreiben.

Praktische Entscheidungsregeln

Grafana passt für Operations-Teams. Wenn Ingenieure, Techniker oder Leitstellen verlässliche Charts, Alerts und Systemzustand brauchen, ist Grafana meist die schlankere Ebene.

ThingsBoard passt für IoT-Produkte. Wenn Kunden, Mandanten, Assets und Rule Chains zentral sind, gibt ThingsBoard mehr Applikationsstruktur.

Beide können in einem Stack sinnvoll sein. Viele Deployments nutzen ThingsBoard für Device-Workflows und Grafana für technische Observability.

Wie merkaio beide nutzt

Wir wählen das Tool nach Workflow, nicht nach Vorliebe:

  • ChirpStack oder MQTT als Konnektivitäts- und Ingestion-Ebene
  • Grafana für Betriebsdashboards, Alerts und Service-Metriken
  • ThingsBoard für Device-Modelle, Rule Chains und Portale
  • eigene Web-Apps, wenn keine Standardoberfläche passt
  • Managed Updates, Backups, Authentifizierung und Monitoring

Verwandte Entscheidungen

Grafana und ThingsBoard sind Marken der jeweiligen Inhaber. merkaio ist unabhängig und nicht mit diesen Anbietern affiliiert.

Häufige Fragen

Kann Grafana ThingsBoard ersetzen?
Manchmal, wenn nur Dashboards und Alerts gebraucht werden. Device Management und Rule Chains von ThingsBoard ersetzt Grafana ohne zusätzliche Entwicklung nicht.
Kann ThingsBoard Grafana ersetzen?
Manchmal, wenn die Dashboards nah am Device-Modell liegen. Grafana ist oft stärker für technische Observability und gemischte Datenquellen.
Was ist besser für Kundenportale?
ThingsBoard passt oft besser für kundenseitige IoT-Portale. Grafana passt besser für technische und operative Dashboards.
Kann merkaio beides zusammen betreiben?
Ja. Wir können ChirpStack, ThingsBoard und Grafana als einen Managed Stack mit gemeinsamer Authentifizierung, Monitoring und Backups betreiben.
Nächster SchrittManaged IoT Hosting in Deutschland

Die Plattformentscheidung ist nur der Anfang.

Nach der Toolauswahl kommen Deployment, Integrationen, Monitoring, Backups, Updates und laufender Betrieb. merkaio plant und betreibt IoT-Stacks mit ChirpStack, ThingsBoard, Grafana, MQTT und eigenen Anwendungen.

Timo Wevelsiep

Geschrieben von

Timo Wevelsiep

Gründer, merkaio

Baut und betreibt LoRaWAN- und IoT-Plattformen, von ChirpStack bis zur individuellen Anwendung.

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